Erbrecht BMJ

So sieht es das Gesetz vor …

Wer sich Gedanken über den Verbleib seines Vermögens am Ende seines Lebens macht, sollte die Gesetzeslage kennen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist eine genaue Richtlinie für die Erbfolge festgelegt. Diese kommt zum Tragen, wenn der Verstorbene kein rechtsgültiges Testament verfasst hat. Die Erben bestehen danach aus den Reihen der nächsten Verwandten des Verstorbenen. Ihnen steht ungeachtet der testamentarisch festgelegten Verfügung ein Pflichtteil des Erbes zu.

Es gibt drei „Ordnungen“ der Verwandten:

Erben erster Ordnung: Ehepartner, Kinder, Enkel und Urenkel

Erben zweiter Ordnung: Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten

Erben dritter Ordnung: Großeltern, Onkel/Tanten, Cousins/Cousinen

Adoptivkinder sind eigenen Kindern gleichgestellt. Stiefkinder und Pflegekinder gehören nicht zu den gesetzlichen Erben, nicht eheliche Kinder sind ehelichen Kindern gleichgestellt. Angehörige, die den Verstorbenen gepflegt haben, werden nach der Erbrechtsreform aus dem Jahr 2010 höher am Erbe beteiligt.

Es ist sinnvoll, sich frühzeitig über die gesetzlichen Steuerfreibeträge zu erkundigen. Durch eine Schenkung können Sie eventuell unnötig hohe Erbschaftssteuern vermeiden.

Das Bundesministerium der Justiz bietet folgende Broschüre zum Erbrecht als Download an:

BMJ-Broschüre "Erben und Vererben"